Was ist eine Depression und wie wird sie behandelt?
Depressionen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Auswirkungen am meisten unterschätzten psychischen Erkrankungen. In Deutschland ist etwa jeder fünfte bis sechste Erwachsene im Laufe seines Lebens von einer Depression betroffen. Man unterscheidet leichte, mittelgradige und schwergradige depressive Episoden sowie rezidivierende Depressionen.
Symptome einer Depression
• Anhaltende Niedergeschlagenheit oder Verstimmung
• Verminderung von Interesse oder Freude
• Verminderung des Antriebs
• Rasche Erschöpfbarkeit
• Konzentrationsstörungen
• Schlafstörungen
• Appetitveränderungen
• Verringertes Selbstwertgefühl oder starke Selbstzweifel
Abwärtsspirale der Depression
Ohne therapeutische Hilfe kann eine Depression schnell zu einem Teufelskreis führen. Ungünstige Gedanken und unangenehme Gefühle verstärken sich gegenseitig und führen dazu, dass Betroffene sich zunehmend zurückziehen. Dieser Rückzug wiederum verringert positive Erfahrungen, was die unangenehmen Gefühle weiter verstärkt - eine Abwärtsspirale, die die Lebensqualität stark beeinträchtigt.
Verhaltenstherapie bei Depression
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) zählt zu den wirksamen Behandlungen bei Depression. Hier lernen Betroffene, ungünstige Gedanken und Verhaltensweisen zu erkennen und durch neue, hilfreichere Muster zu ersetzen. Durch den Aufbau positiver Erfahrungen und die Umstrukturierung ungünstiger Gedanken wird die depressive Symptomatik Schritt für Schritt verändert. Ein wichtiger Bestandteil ist die Rückfallprophylaxe, damit depressive Symptome langfristig stabilisiert werden.